Installation

»Es ist unser Licht …«

XVIII. KunstRaumKirche 2012
Evangelische Erlöserkirche Langenfeld

KirchenRauminstallation_byKatinkaMolde_03.jpg

»Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind, unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?“ Wer bist du denn, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du schrumpfst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns. Sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen wollen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.« Marianne Williamson


Der Text

Der verwendete Text wurde vor allem durch die Antrittsrede Nelsons Mandelas als Präsident Südafrikas 1994 bekannt, er findet  sich auf zahlreichen esoterisch bis spirituell angehauchten Seiten im Internet. Das Original „Our deepest fear ...“ gibt es unter www.marianne.com oder im Buch von Marianne Williamson: A Return to love. 1992. Deutsche Ausgabe: Rückkehr zur Liebe. Harmonie, Lebenssinn und Glück durch „ein Kurs im Wundern“, Kapitel 7, Abschnitt 3. 

Die Installation

Großformatige Portraitaufnahmen von GottesdienstbesucherInnen der Erlöserkirche werden – stark vereinfacht durch digitale Bearbeitung – mit dem nebenstehenden Text von Marianne Williamson verbunden.
Durch die Bild-Text-Montage sollen sich die Worte beschwörend und zugleich verheißungsvoll über diese Menschen legen, sich in sie einprägen – wie  durch ein Mantra, das durch seine stete Wiederholung wahr werden soll. Eine Art Segnen.
Dabei beinhaltet der Text mehr als Bitten oder Danksagung eines üblichen Gebetes; er fordert, sich von seinen Ängsten zu befreien. Eine große Aufgabe für jeden einzelnen – mit einer gesellschaftlichen wie politischen Dimension.